SCHMIEDE DER ZEIT
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Zeit

Beharrlich ziehen sie ihre Bahn,
die Mutter Erde mit ihrem Sohn.
Die Menschen glaubten,
Von den Sternen  hätten sie es erfahr`n.
Hiernach errichteten sie ihre Bauten.
Zunehmender Mond versprach guten Lohn.

Mit Energie wird der Raum durcheilt.
Die Bewegung der Erde wird praktisch eingeteilt.
Bewegt sie sich einmal um die Sonne,
dauert dies ein ganzes Jahr.
Wenn der Schatten am Kürzesten fällt,
ist mein Geburtstag wieder da.
Wenn der Schatten nicht mehr wächst,
dann feiern wir das Weihnachtsfest.

Die Erde droht der Sonne zu entschwinden.
Ihre Geschwindigkeit nimmt rasant zu.
Gewaltige Radialkräfte winden
der Erde elliptische Bahn im Nu.

Die Tage sind dunkel und kalt.
Die Nächte sind feucht und lang.
Licht wĂĽnscht sich Jung und Alt.
Sehnsucht macht die Herzen bang.

Wir haben Sehnsucht nach Liebe,
nach Freude und GlĂĽck.
Oh, groĂźes Weltgetriebe
bringe Licht und Frieden bald zurĂĽck.

Da ist die Weihnacht schnell zur Hand,
um gewinnbringend Freude zu schenken.
Solidarität nennen Profiteure das Band,
wenn sie SpendenbĂĽchsen schwenken.

Kann es Frieden in den Familien geben,
ohne an die Kriege in der Welt zu denken?
Sollen wir den Ă„rmsten Spenden schenken,
damit Waffenproduzenten besser leben?

Wer knechtet uns denn so,
dass wir um Gnade winseln?
Friedensglocken machen nicht froh,
wenn sie das Volk beschwindeln.

Lichterglanz in Kinderaugen?
Ihr Elternhaus, ein Haufen Scherben.
Verhältnisse, die gar nichts taugen,
weil Millionen Hungers sterben.

Besinnlichkeit stellt sich nun ein.
Lasst uns an Freunde denken.
GlĂĽcklich werden wir erst sein,
wenn wir uns selber lenken.

Ein neues Jahr beginnt.
Die Völker sind jetzt eingelullt.
Die Zentrifugalkräfte schwinden.
Kein Politiker trägt die Schuld.
Die Gravitation gewinnt.
Die Sonne wird den höchsten Punkt nun wieder finden.

Das alte Jahr, es flieht mit groĂźen Schritten.
Es wird verjagt, mit „Bums“ und Knall.
Als „Neues“ kommt es mit leisen Tritten.
GlĂĽck und Frieden erhofft man ĂĽberall.

Das neue Jahr, es zählt nur eine weitere Runde
der Erde durch das weite All.
Darum vernehmt die weise Kunde:
Die Bahn bleibt alt, in jedem Fall.

Zehn tausend Jahre schon, oder auch mehr,
mĂĽssen die Armen noch mehr darben.
Die Reichen freuen sich darĂĽber sehr,
weil sie sich nehmen, was diese erwarben.

Wie viele Jahre mĂĽssen noch vergehen,
bis es keinen Krieg mehr gibt?
Werden wir es noch sehen,
dass die Menschheit den Menschen liebt?

Schmiede der Zeit, erweist euch als humanitäre Erben,
lasst keine weiteren tausend Jahre vergehen,
in denen Kinder Hungers sterben.
Als Partei der UnterdrĂĽckten mĂĽsst ihr euch verstehen.

Liebe und Freundschaft können nur im Frieden gedeihen.
Menschliches Leben wird dann Schöpferkraft.
Besitztum darf die Menschheit nicht mehr entzweien.
Dem Volk muss auch gehören, was das Volk erschafft.

Wartet nicht, beginnt in diesem Jahr.
Ihr dĂĽrft keine Zeit mehr verlieren!
Sonst bleibt das neue Jahr, wie es immer war:
Alte und Schwache krepieren,
Profiteure jubilieren,
Obdachlose erfrieren,
LĂĽgen triumphieren,
Soldaten marschieren.
Wollt ihr das?

Nur wir Menschen können die guten Vorhaben
auf der neuen Erdenbahn mit Leben erfĂĽllen.
Es mĂĽssen die Ausgebeuteten die Macht haben,
dann entfaltet sich auch der gute Willen.

Sind Tag und Nacht gleich lang,
erwacht neues Leben im Sonnenschein.
Zartes GrĂĽn bedeckt den Hang.
Das Osterfest stellt sich nun ein.

Du willst auf Erden glĂĽcklich sein?
Der Wunsch ist schon uralt!
Zum Himmel brauchst du nicht zu sehen.
Dort ist es bitter kalt.
Willst du aus deinem Dasein auferstehen,
musst du marxistische Dialektik studieren,
bis die Erkenntnis in dir reift:
„Die Idee wird zur materiellen Gewalt,
wenn sie die Massen ergreift.“
Darum kämpfe nicht allein!
Der Aufstand muss sich organisieren.
Die Entwicklungsgesetze musst du verstehen,
dann kannst du Massen fĂĽr den Fortschritt motivieren.
Alle Möglichkeiten sind uns heute gegeben.
Wir mĂĽssen nicht erst sterben,
um auf der Erde glĂĽcklich zu leben!

Der Tag entsteht und vergeht,
weil sich die Erde um die eigene Achse dreht.
Der Wechsel zwischen Tag und Nacht
Ist auf diese Weise hervorgebracht.
Ein Drehung um sich selbst teilt man ein,
in vierundzwanzig Stunden.
Beim Tageswerk muss man sich sputen,
eine Stunde zählt dann sechzig Minuten.
Der Mond zieht um die Erde seine Runden.
FĂĽr Verliebte vergehen Stunden wie Sekunden.

Energie!
Du bist ĂĽberall.
Deine dunkle Gruft
Ist das Weltall
.

[SCHMIEDE]

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